Winter

JanuarDer Gemüsegarten schläft, der Gärtner zeichnet

Der Januar ist der ruhigste Monat des Jahres im belgischen Gemüsegarten. Die Tage sind kurz, der Boden ist wassergesättigt, manchmal gefroren. Man rührt ihn nicht an: Wer auf durchnässter Erde geht, verdichtet sie für Monate. Jetzt ist die Zeit, sich mit einem Bleistift an den Tisch zu setzen, den Plan für die Saison zu zeichnen, das Saatgut zu inventarisieren und ein wenig zu träumen. Draußen halten Lauch, Kohl und Feldsalat tapfer durch.

Die Tipps des Monats

  1. Den Plan des Gemüsegartens zeichnen und die Fruchtfolge nach Pflanzenfamilien vorsehen.
  2. Das Saatgut sortieren, die Haltbarkeitsdaten prüfen und die Einkaufsliste erstellen.
  3. Bei mildem Wetter Lauch, Rosenkohl, Grünkohl, Pastinaken und Feldsalat ernten.
  4. Die im Keller getriebenen Chicorées ernten und neue Wurzeln zum Treiben einsetzen.
  5. Apfel- und Birnbäume bei trockenem, frostfreiem Wetter schneiden.
  6. Werkzeuge reinigen, schärfen und ölen.
  7. Den fertigen Kompost vom Vorjahr entnehmen und den Haufen umsetzen.

Im Gemüsegarten und im Obstgarten

Was im januar zu tun ist

Unter Schutz aussäen

Aussaat im Freiland

Der Boden ist zu kalt oder das Jahr ist bereits zu weit fortgeschritten.

Auf dem Teller

Essen im januar

Der Januar kommt als Chicorée-Gratin, Pastinakensuppe, Grünkohl-Eintopf und im Ofen gerösteter Rosenkohl mit einem Schuss Öl auf den Tisch. Lageräpfel und -birnen begleiten alles, vom Frühstück bis zum Dessert, und die Einmachgläser vom Sommer bringen etwas Farbe.

Gut leben

An einem Januarsonntag in Saatgutkatalogen zu blättern ist ein einfaches Vergnügen. Man plant immer zu groß, beruhigt sich im Februar wieder, und das ist auch gut so: Dafür ist der Winter da.